Umwelt- & Naturschutz

Wie ist das Thema Peak Oil mit anderen Themen des Umwelt- und Naturschutzes vernetzt?

Für das Thema Klimaschutz haben wir einen eigenen Beitrag Peak Oil und Klimawandel geschrieben.

Hier wollen wir uns mit zwei weiteren Verknüpfungen befassen: dem Wasserschutz und dem Naturschutz im Sinne des Biodiversitätsschutzes.

Über diese beiden Verknüpfungen ist das Thema Peak Oil auch mit dem Thema Fracking verbunden. In unserem Beitrag über Fracking haben wir uns mit der Ressourcenproblematik befasst.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die begrenzten und abnehmenden Ölvorkommen der konventionellen Ölförderung den Nutzen der unkonventionell zu fördernden Ölvorkommen erhöht.

Steigende Ölpreise ermöglichen und erhöhen die Rentabilität dieser Förderungen und steigern die Opportunitätskosten, d.h. die Kosten, die durch die entgangene Nutzung der Ölvorkommen entstehen, weshalb sich die Kosten des Umwelt- und Naturschutzes erhöhen.

In den letzten Jahren haben in der Öffentlichkeit insbesondere sechs Themen, die Diskussion des Umwelt- und Naturschutzes bzgl. des Erdöls beschäftigt.

  • Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko (2010)
  • Nationalpark Yasuni in Ecuador
  • Arktis
  • Öl in der Ostsee
  • Agrotreibstoffe
  • Fracking
  • Metallische Rohstoffe

DEEPWATER HORIZON

Der Deutschlandfunk (DLF) schreibt dazu in einem Artikel von B. Fecke unter dem Titel „Die schwarze Bedrohung„.

„Vor knapp einem Jahr explodierte die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko und löste die größte Ölpest aller Zeiten aus. Welche Schlussfolgerungen aber haben Mensch und Energiekonzerne aus dieser Katastrophe gezogen? Das fragt Jörg Schindler in seinem Buch „Öldämmerung“.“

Das empfohlene Buch von Jörg Schindler hat den Titel „Öl-Dämmerung. Deepwater Horizon und das Ende des Ölzeitalters“ (2011).

YASUNI-NATIONALPARK

Berichterstattung des Blogs www.klimaretter.info über den Yasuni-Nationalpark in Ecuador und die Rolle der Außenpolitik der BRD: 

Link zum Netzwerk Save Yasuni

ARKTIS

Link zur ARTE-Dokumentation „Das letzte Eldorado. Ölparadies Arktis“ bei YouTube.

ÖL IN DER OSTSEE

Darüber hinaus ist weitgehend umbemerkt geblieben, dass diese Problematik auch unmittelbar in Deutschland aktuell ist.

Die Ostsee-Zeitung schreibt am 26.06.2013 in einem Artikel „Dallas auf dem Darß: Sprudeln bald Öl-Milliarden„: „Knapp 40 Milliarden Liter des schwarzen Goldes sollen allein unter einer 160 Quadratkilometer großen Fläche im Bereich Barth, Saal und Darß (Kreis Vorpommern-Rügen) liegen.“ Die Zeitschrift Focus berichtet an demselben Tag „Riesige Ölfelder in Deutschland entdeckt. Angela Merkels Wahlbezirk schwimmt auf Öl„, dass mindestens 40 Mio. Barrel konventionell gefördert werden können. Der Focus berichtet über den angenommen Geldwert der Vorkommen und die Kritik der Umwelt- und Naturschützer.

40 Mrd. Liter entsprechen ca. 251 Mio. Barrel, der normalen Rechnungseinheit für Erdöl. Der tägliche Verbrauch Deutschlands beträgt ca. 2, 4 Mio. Barrel pro Tag. Das bedeutet, dass die Vorkommen eine statische Reichweite von 16,6 bzw. 104,6 Tagesverbrauche Deutschlands zukommt.

Kritische Beiträge findest Du hier:

AGROTREIBSTOFFE

Darüber hinaus steigt der Einfluss auf die Produktion von Agrotreibstoffen, die wiederum auf den Umwelt- und Naturschutz einwirken, weil  bspw. Regenwald gerodet wird, um Zuckerrohr für Bio-Ethanol zu produzieren oder die Maisproduktion für Bio-Diesel intensiviert wird. Über den Beitrag der Agrotreibstoffe zur Energie- und Mobiltätsversorgung, haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben. Die Frage, der verfügbaren Mengen an Agrotreibstoffen ist eng verbunden mit der Frage, alternativer Verwendungen von Agrarerzeugnissen, insbesondere der Alternative Tank oder Teller, die wir in diesem Zusammenhang ausführen.

Weitere Informationen über die Umwelt- und Naturschutzwirkung des Nutzung von Agrotreibstoffen findest Du auf den Websites unseres Kooperationspartners Schweizerische Energie-Stiftung und auf der Seite von Rettet den Regenwald e.V. Unsere Leseempfehlung ist von Ernst U. v. Weizsäcker „Bio-Sprengstoff. Die Studie „Agrartreibstoffe – eine Realitätsprüfung in neuen Schlüsselbereichen“ (Einleitung)“ (2007/2008). Demgegenüber finden sich in Felix z. Löwenstein „Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ (2011) Beispiele, wie sich ökologische Landwirtschaft und die Produktion von Biotreibstoffen vereinbaren lassen und sogar einander ergänzen.

METALLISCHE ROHSTOFFE FÜR DIE AUTOMOBILITÄT

Das Problem der metallischen Rohstoffe in der Automobilindustrie ist weniger bekannt. Hier findet ihr einen Film der ZDF-Umwelt- und Naturdokumentations-Sendereihe „planet e“ über „Das Märchen vom umweltfreundlichen Auto“ aus der Mediathek des ZDF und auf YouTube.

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