Fracking

Oder doch lieber Öl aus Teersand?

MR, MH, Textstatus: Entwurf

Mit dem Fracking-Verfahren wird Tight Oil abgebaut. Dazu wird horizontal in eine Erdöl führende Schicht gebohrt. In das Bohrloch wird dann ein verdicktes Wasser eingeleitet und so stark gepresst, dass das Gestein in der Tiefe birst.


Da das Öl in den Poren etwas zähflüssig ist, müssen die Risse im Gestein breiter sein, als beim Fracking-Verfahren zur Gewinnung von Erdgas. Es kann deshalb kein Quarzsand verwendet werden, um die Risse offen zu halten, sondern es kommt ein Keramikgranulat in die Frackmischung.

(Quelle: www.peak-oil.com: Der Tight Oil Boom in …)

Die Frackflüssigkeit enthält eine Vielzahl von teils giftigen Chemikalien. Die genaue Zusammensetzung wird als Betriebsgeheimnis vor der Öffentlichkeit verborgen.

 

Förderverlauf
Da nur das Öl abfließt, zu dem Risse gesprengt worden sind, und kein Öl aus dem umgebenden Gestein nachfließt, fällt die Fördermenge eines Bohrloches nach dem Fracken rasch ab. Typischerweise um etwa 50% innerhalb des ersten Jahres. Nach 4 Jahren wird noch knapp 10% im Vergleich zur Fördermenge nach Fracken gefördert. Manchmal wird nach einigen Jahren ein zweites Mal gefrackt. Mit einem solchen Förderverlauf müssen ständig neue Löcher in schneller Folge gebohrt werden, um ein Wachstum der Gesamtfördermenge zu erreichen.

 

Umweltbelastungen
Oberirdisch entsteht eine beachtliche Menge Schwerlastverkehr, Landschaftsverbrauch durch Straßen und Bohrplätze, Wasserverbrauch und die Frage der Lagerung des gebrauchten Frackwassers. Es können auch Unfälle mit auslaufendem frischen Fracking-Gel passieren.

Schwerwiegender ist die Vergiftung von Wasser in tiefen Schichten. Von den Befürwortern des Fracking wird argumentiert, dass das Gift dort unten niemanden störe und es dort unten auch bleibt – jedenfalls wenn man an geeigneten Stellen bohrt und die Bohrung mit Stahl und Beton ummantelt.

An der Brauchbarkeit dieser angeblichen Vorsichtsmaßnahmen haben wir starke Zweifel. Wir begründen wie folgt:

  • Wenn man sich die Ergiebigkeit etwa der Gasbohrungen in den USA ansieht, dann lässt sich feststellen, dass dort nur einige wenige Bohrungen ertragreich sind und viele andere so wenig Ertrag bringen, dass die Förderfirmen zuzahlen müssen. Das sieht nicht danach aus, als wüssten sie vorher über die genaue Beschaffenheit des Gesteins Bescheid.
  • Fracken sprengt Gestein. Ein künstliches Erdbeben. Zudem gibt es überall auf der Welt dauernd kleinere Beben. Die Erde hebt und senkt sich. Wie lange soll da eine Betonummantellung halten?
  • Wie länge hält der Beton und der Stahl, von den Beben einmal abgesehen, unter Hitze, Druck und Radioaktivität in der Tiefe?
  • Auch aus einer Tiefe von 1000m kann Öl zügig aufsteigen, wenn es einen Weg gibt, wie jedes Bohrloch zeigt.
  • Risikopotentiale realisieren sich gelegentlich. Wenn kein Gift im Boden ist, kann auch keines aufteigen. Vergleiche dazu Ölleck in Notreserve.

 

Gesellschaftsbild
Fracken als Technik ist laut Dr. Werner Zittel schon lange bekannt. Es konnte flächendeckend in den USA eingeführt werden, nachdem Präsident Bush 2005 den Energy-Policy-Act erlassen hat. Nach einer Bestimmung in diesem Gesetz darf die Gesundheitsbehörde keine Untersuchungen mehr zur Trinkwassergefährdung durch Fracking durchführen.

Zu diesem Thema haben wir noch ein Gerücht, zu dem wir gerne bestätigtende oder widerlegende Angaben hätten. Demnach geht die Geheimhaltungspflicht über die Zusammensetzung des Fracking-Gels soweit, das Ärzte Giftstoffen in ihren Patienten nicht benennen dürfen, wenn zu vermuten ist, dass es sich um Stoffe aus Fracking-Gel handelt.

Hört sich das nach einem Bestandteil für eine schöne, kreative, gemeinschaftliche, lebenswerte Gegenwart und Zukunft an?

 

Links

Fracking. Chance oder Risiko?
In diesem Video wird das Thema Fracking in 5 Minuten erklärt.

Shale Gas
Vortrag über Gas-Fracking von Dr. Werner Zittel, 2. Vorsitzender ASPO Deutschland, deutschsprachig, 30 Minuten. (Inhaltsverzeichnis)

www.wir-gegen-fracking.de
BürgerInneninitative gegen Fracking.

www.gegen-gasbohren.de
Vereinigung der Initativen gegen unkontrollierte Erdgassuche und Hydraulic „Fracking“ Fracturing in Deutschland.

Fracken für die Freiheit?
Folien eines Vortrages von Norbert Rost. Auf Folie 10 errechnet er die potentielle Gasversorgung Deutschlands aus deutschen Schiefergasvorkommen.

Die Lügen der Erdgaslobby

Kurzer Einstieg in einige Streitpunkte zum Fracking von Erdgas in Deutschland vom Umweltinstitut München zusammengestellt.
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