PODS als Wirtschaftssimulation

Ein Einstieg und Trittbrett zu prozessnachbildenden Modellen auch für die Wirtschaftswissenschaft

PEAK OIL. Ölzeit im Wandel! ist eine Wirtschaftssimulation. Wusstest Du, dass es in der Volkswirtschaftslehre keine prozessabbildende Simulationen gibt? Also zum Beispiel die Simulation einer Volkswirtschaft, in der Akteure etwas herstellen und dann tauschen? PEAK OIL. Das Spiel! macht das, und kann damit einige Aspekte sichtbar machen, die von anderen Wirtschaftsmodellen nicht abgebildet werden. Insofern ist PEAK OIL. Das Spiel! ein Spiel für die Wirtschaftswissenschaften.

 

Was macht PEAK OIL. Ölzeit im Wandel! zu einem besonderen Wirtschaftsmodell?

Das Spiel simuliert einen Prozess, ein Vorher und Nachher, und es gibt verschiedene Güter und Akteure.

Die Güter des Spiels sind einzelne Güter. Es gibt 1 Auto und nicht 0,785 Auto. Es gibt 1 Fabrik und nicht 0,57 Fabrik. Damit ist im Spiel das Thema Stufigkeit enthalten.

Die Güter sind nur begrenzt substituierbar. Die Leistung eines Zuges lässt sich unter Umständen auch von einem Auto erhalten, aber nicht von einer Fabrik. Damit ist das Thema Kapazitätsmanagement im Spiel. Das Spiel kann so erste Hinweise geben, wo die Umstellungsherausforderungen liegen.

Die Güter haben ein Verfallsdatum. Im Grundspiel wird dies implizit über technisches veralten herbeigeführt in einer Ausbaustufe über ein zeitliches Altern. Damit ist die Frage der Instandhaltung im Spiel, was seinen besonderen Reiz in Verbindung mit dem Kapazitätsmanagement entfaltet.

Der Spielverlauf wird von den Entscheidungen der Spieler geprägt. Die Spieler entscheiden unter unvollständiger Information. Sie können sich also auch verschätzen. In diesem Fall führt das Spielgeschehen zu Situationen, die in Modellen, in denen alles wie geplant läuft, gar nicht auftreten können. Es kann auch betrachtet werden, wie die Spieler die Lage in den verschiedenen Phasen des Spiels einschätzen. Auch daraus lassen sich interessante Einsichten zur Interpretation der tatsächlichen Lage gewinnen.

Die Spieler stehen in einem Wettbewerbsverhältnis und können den Wettbewerb sehr unterschiedlich bestreiten. Auch dies führt zu Einblicken, die standardisierte Modellakteure nicht bieten können.

Da es einzelne Akteure gibt und nicht nur “den Unternehmenssektor” oder “das repräsentative Unternehmen”, gibt es auch Einblicke in die Verteilungsfolgen von Wachstum.

 

Zu einem ausgewachsenen Analysemodell fehlt es PEAK OIL. Das Spiel! an einem Geldsystem und einer Abwicklung der Transaktionen über Geld. Ein Manko, das es mit den Modellen der Volkswirtschaftslehre teilt. Mehr zu PODS als Wirtschaftsmodell findest Du auf https://eewco.de/peak-oil-das-spiel/.

Einen Überblick über das, was die bisher entwickelten Modelle zur Gesamtwirtschaft leisten können, findest Du auf:
https://eewco.de/fuer-wirtschaftspolitisch-interessierte/

 

Wie sehen anderen Wirtschaftsmodelle zu Peak Oil aus?

Zum Hintergrund: Wir sind keine Spezialisten, was den Stand der Diskussion über Peak Oil in den Wirtschaftswissenschaften betrifft. Das gilt im Übrigen für die meisten Wirtschaftswissenschaftler. Das Thema Ressourcen im Allgemeinen und das Thema Peak Oil im Besonderen wird nur von einem kleinen Kreis bearbeitet und gelehrt. Im Zuge der Recherche zu diesem Beitrag haben wir folgende Hinweise gefunden:

Die Modelle gehen das Thema aus der Vogelperspektive an. Vogelperspektive heißt, dass keine einzelnen Akteure mehr dargestellt werden, sondern Branchen oder Sektoren. Die Dynamik der Sektoren wird aus mehr oder weniger differenzierten Vorüberlegungen gewonnen. Um der Sache wirklich auf den Grund zu gehen, wäre ein Modell a la PEAK OIL mit Geldsystem notwendig. Das gibt es jedoch nicht. Die verwendete Dynamik der Sektoren hängt folglich ein Stück in der Luft. Diese Vorgehensweise führt auch deshalb zu windigen Ergebnissen, weil für die Volkswirtschaften als Ganzes kaum Experimente durchgeführt werden können. Für viele Forschungsfragen gibt es daher keine guten Daten. Die Modelle sind daher in vielen Aspekten blind und lassen Raum für die eine oder andere Überraschung.

Um eine Vorstellung von den Modellen zu bekommen, bietet unser 2-Faktoren-Modell (Variante E) einen guten Einstieg: Das Öl wird umso schwieriger zu fördern, je weniger Öl noch da ist. Und die Ölförderung und -verwendung hängt davon ab, wieviel Öl verfügbar ist. Je mehr Öl in der Periode zuvor gefördert worden ist, desto größer sind die Förderanstrengungen und der Verbrauch in der gegenwärtigen Periode. Die Modelle füllen nun den Förder- und Verbrauchssektor unterschiedlich aus.

 

Hotelling Modelle

gesucht: gute Kurzcharaktistik (Betrachtete Faktoren, Akteure, Art der Koordination/Zeit, Methodik)

 

Platz für weitere Peak Oil Modelle

 

Offene Frage: Was sagt das Weltmodell aus Grenzen des Wachstums des Berichts an den Club of Rome zu Peak Oil?