Spiele als Medium

Ein Spiel sagt mehr als tausend Worte …

 

Wenn wir die Welt konstruktiv verändern wollen, müssen wir zuerst einmal versuchen, sie zu verstehen.“

Noam Chomsky


Eine komplexe, vernetzte und dynamische Welt zu verstehen, ist eine vielfältige Herausforderung. Bücher und andere Texte zu lesen oder Video-Dokus zu schauen sind zwei Möglichkeiten, sich ein Verständnis aktueller und gesellschaftlich relevanter Themen anzueignen. Eindrücklicher sind meist eigene Erlebnisse und Erfahrungen oder gemeinsame Gespräche. Spiele sind eine Herangehensweise, die Zugänge eröffnet, die mit anderen Medien eher nicht zu erschließen sind.

Welche Vorteile bietet das Medium Spiel, um ein Thema wie Peak Oil zu entdecken? Dennis L. Meadows, Mitautor des 1. Berichts an den Club of RomeDie Grenzen des Wachstums“ (1972) und Spieleautor des Nachhaltigkeitsspiels „Fishbanks„, äußert sich dazu kurz und knapp im folgenden Interview.

 

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„Doch die weitaus intensivste Lernform ist die Aufnahme von Informationen durch Auge und Ohr, verbunden mit aktivem Tun.“

Tom Werneck & Reinhard Grasse, Planspiele, 1976, S. 11

Weitere Beispiele:

Dennis Meadows trägt vor, wie er Spiele zur Weitergabe von Wissen einsetzt und spielt mit den TeilnehmerInnen des Workshops an der Upsalla University: Theory and Practice of Games, Workshop-Mitschnitt Teil I + Teil II

Ein anschauliches Beispiel für den Einsatz von Brettspielen als Medium im wirtschafts- und umweltwissenschaflichen Themenfeld bietet der Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Ertel, Hochschule Ravensburg: „Das globale Dilemma mit der Nachhaltigkeit„. In diesem Vortrag veranschaulicht Prof. Ertel wesentliche wirtschaftliche Mechanismen des Geldsystems im neoliberalen Kapitalismus, staatlichen Sozialismus und in der Natürlichen Wirtschaftsordnung nach Silvio Gesell anhand des bekannten und beliebten Brettspiels Monopoly.

Ein Workshop Peak Oil: Im Wandel des Ölzeitalters!

  • informiert über Peak Oil: wichtige Themenfelder und die mit Peak Oil verbundene Dynamik werden erlebt.
  • schafft Aufmerksamkeit und Anknüpfungspunkte, die nach und nach den Überblick wachsen lassen können. Beispielsweise durch Zuordnung von Nachrichten in das Themennetz.
  • Wachstumsverläufe und Umschwünge werden nachvollziehbar.
  • trainiert das Handeln in komplexen Situationen. Die Spielsituation erlaubt es auch zu beobachten, wie die anderen Spieler mit der Situation umgehen.
  • Analyse, Entscheidungsfindung, Umsetzung und Kommunikation werden benötigt und somit vernetzt.
  • Die Spielsituation lädt zum Experimentieren ein und öffnet so den Weg zu kreativen Problemlösungen.
  • Das gemeinsame Spielen ermöglicht eine Vernetzung der SpielerInnen und schafft eine gemeinsame Argumentationsbasis.

 

 

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