Riesiges U.S. Kerogenfeld

Überprüfung einer Blogmeldung mit dem erarbeiteten Hintergrundwissen.

Bei den Recherchen zu den Peak-Oil-Hintergrundinformationen bin ich (MR) auf folgenden Artikel von Michael Snyder gestoßen: Der größte Ölfund seit 5 Jahren. Tenor: Es gibt genug Öl für lange Zeit. Wie sehen seine Argumente aus?

Ich bin immer sehr neugierig bei der Meldung von neuen Funden. Einerseits frage ich mich, ob nicht vielleicht was dran ist, an der abiotischen Öltheorie und es noch unentdeckte Ölfelder gibt, andererseits wird mit dem Öl auch gerne ein Verwirrspiel getrieben. Snyder führt in dem Artikel folgende Ölfelder an:

 

A) Australien, neuer Fund. Bestätigt ist ein Feld von 3,5 Mrd „Öleinheiten“. Es könnten aber auch 233 Mrd Barrel sein.

 

Er widmet sich dann der Situation in den USA und zählt folgende Vorkommen auf:

 

B) North Dakota: 7,4 – 24 Mrd Barrel

C) Utah, Teersand, 19 Mrd. Barrel

D) Dann gibt er (unkommentiert) zwei unterschiedliche Angaben zur Green-River-Formation in Wyoming: 800 Mrd und 1.400 Mrd Barrel.

 

Zunächst zum Vergleich die weltweiten und u.s.-amerikanischen Verbrauchszahlen für 2012:

  • Weltverbrauch: ca. 32 Mrd Barrel
  • USA-Verbrauch: ca. 7,3 Mrd Barrel

Daraus lässt sich sehen: A, B und C sind „nett“ aber sie verlängern das Ölzeitalter nur um ein paar Jahre.

D, die Green River Formation, hingegen ist mit 1.400 Mrd. Barrel ein beachtlicher Vorrat, der die Ölzeit um einige Jahrzehnte verlängern könnte – wenn es sich tatsächlich um Öl handeln würde. In der englischsprachigen Wikipedia findet sich ein Eintrag zur Green River Formation. Dort ist von riesigen Vorkommen von Oil Shale Reserves die Rede. Daneben ist ein Bild zu sehen, das mehr nach einem Stein als nach Öl aussieht. Zu Oil Shale gibt es auch einen Artikel. Und dort wird erläutert, das Oil Shale im Englischen für Kerogen steht (deutsch Schieferöl). Kerogen ist aber kein Öl, sondern eine Vorstufe zu Öl, die erst noch verschwelt werden muss und in der Summe keine zusätzliche Energie abgibt.

 

 

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