Datenquellen

Vorhandene Darstellungen zu nutzen, ist das eine. Nochmal selbst hinschauen, ergibt erfahrungsgemäß weitere Aha-Effekte.

Deshalb wünschen wir öffentlich verfügbare Daten. Welche Datenquellen wir gefunden haben, stellen wir in diesem Beitrag vor.

Update 2015-05-08

Zu den Datenquellen geben wir geben jeweils an:

  • Welche Daten sind in der Quelle vorhanden?
  • Wie sind die Daten verfügbar?
  • Wie sind die Daten erhoben? Was sagen Dritte zu der Datenqualität?

 

Joint Organisations Data Initiative (JODI)

Von 6 Organisationen gegründet (APEC, Eurostat, IEA, OLADE, OPEC and UNSD).
Monatliche Daten ab 2002 für die meisten Länder.
Daten werden von Staaten gemeldet. Die bekommen die Daten in der Regeln von den Unternehmen.

 

US Energy Informatione Administration (eia)

Daten sehr vieler Länder zur Ölförderung und Im- und Export ab 1980 sind abfragbar und können dann als Exceltabellen downgeloaded werden. Einige Zeitreihen enden noch mit 2010. Die Angaben zu den Reserven und Ressourcen schlüsseln nicht nach Geologie der Vorkommen, Erschließungskosten und Break-Even-Ölpreis auf.

Die Daten werden durch die Mitgliedsländer gemeldet. (Status: „irgendwo mal gelesen“)

 

Internationale Energieagentur (IEA)

Die Daten der IEA sind nur gegen Geld zugänglich. Die Beschreibung unter „oil information“ enthält jedenfalls die noch gesuchten Daten über Qualitäten der Ölressourcen nicht.

 

BP

BP bietet einen „Statistival Review of World Energy“ an. Einen Grundstock an Daten bieten sie als Exceltabelle zum Download an. Ölförderzeitreihen für viele Länder ab 1965.

Erhebungsweise uns (noch?) unbekannt. Kommentar zur Datenqualität von Jean Laherre (Blog: theoildrum).

 

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Die BGR veröffentlicht Studien zum Thema. Daten sind nicht frei angeboten. (Lese-Tipp: Energierohstoffe 2009; 3. Teil, ca. S. 195. Dort gibt es eine Karte mit den unterschiedlichen geologischen Formationen der deutschen Ölfelder.)

 

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Das BAFA erhebt Daten von Unternehmen, die auf dem deutschen Mineralölmarkt tätig sind. Dazu sind eine ganze Reihe von Daten zugänglich, allerdings oft nur monatsweise.

 

Statistisches Bundesamt

Dort haben wir zumindest über die Website weder Daten zur Ölversorgung gefunden (destatis: Energie) noch darüber, wie es um die Antriebssysteme der Transportmittel bestellt ist. Es gibt aber einen Hinweis auf das Kraftfahrt-Bundesamt (destatis: Fahrzeugbestand).

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Statistik zum Fahrzeugbestand. (Noch nicht näher nachgeschaut.)

 

Noch gesuchte Daten

Daten zu Reserven und Ressourcen, die nach Geologie der Vorkommen, Erschließungskosten und Break-Even-Ölpreis aufschließen. Auf der Seite https://www.theoildrum.com/node/10009 gibt es einen Hinweis, dass solche Daten für „scouts“ käuflich zu erwerben sind.

 

 

Links

Einen Einstieg in Diskussion, wie genau Ölförderdaten überhaupt sind, bietet https://www.oilcrash.com/articles/how_much.htm.

Hier behauptet ein Diskussionsteilnehmer, dass sich die Daten aus dem BP-Workbook 2010 und 2013 für die Weltölproduktion für die 80er Jahre deutlich unterscheiden. (Blog: peak-oil-forum, 3. Beitrag von Mischa)

 

 

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Ein Gedanke zu „Datenquellen“

  1. In einer Analyse über die Finanzialisierung von Gütermärkten von Heiner Flassbeck et al (Priceformation in Financialized Commodity Markets, New York / Genf 2011, http://unctad.org/en/Docs/gds20111_en.pdf/) findet sich die folgende Passage auf S. 5:

    Regarding crude oil, the most comprehensive source of data on production, demand, refinery intake and
    output, imports, exports, closing stock levels and stock changes is the Joint Organisations Data Initiative
    (JODI). This initiative comprises seven partner organizations: Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC),
    EUROSTAT, the International Energy Agency (IEA), the International Energy Forum (IEF), the Latin
    American Energy Organization (OLADE), the Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC)
    and the United Nations Statistics Division (UNSD). More than 90 countries, representing about 90 per cent
    of global oil supply and demand, participate in JODI. The JODI World Database is freely available and
    is updated monthly. Information on the major energy consuming countries, is available through the Oil
    Market Report online service of the IEA, which provides a monthly assessment of supply, demand, stocks,
    prices and refinery activity. On the supply side, OPEC’s Monthly Oil Market Report covers major issues
    affecting the world oil market, the outlook for crude oil market developments for the coming year, and a
    detailed analysis of key developments impacting oil market trends in world oil demand, supply and the
    oil market balance. At the national level, the United States Energy Information Administration provides a
    variety of data and analyses on the situation in United States and global energy markets, at different time
    frequencies. In the private sector, the widely used annual Statistical Review of World Energy produced by
    British Petroleum, provides data about world energy, markets and trends, which are also publicly available.
    In addition, Cambridge Energy Research Associates (IHS CERA) is a leading adviser to different clients,
    including international energy companies, governments, financial institutions and technology providers. It
    delivers critical knowledge and independent analyses on energy markets, geopolitics, industry trends and
    strategy.

    Platts is a leading global provider of energy information, and among the foremost sources of benchmark price
    assessments in the physical energy markets. Argus publishes a full range of business intelligence reports,
    market assessments and special studies on all aspects of energy, transport and emissions markets. Commodity
    forecasts are also offered by companies specializing in market intelligence, such as the Economist Intelligence
    Unit, Business Monitor International and LMC International (agricultural commodities). In addition, the
    Working Group on Commodity Prices of the Association of European Business Cycle Institutes (AIECE)
    publishes a World Commodity Prices report twice a year, with price forecasts for two years.

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