Die Hubbert-Kurve

Kurze Einführung in das Peak-Oil-Konzept von Hubbert, das die Debatte Mitte des letzten Jahrhunderts eröffnet.

Konzept

Wenn wir davon ausgehen, dass Öl endlich ist und nach der Förderung verbrannt wird, dann gibt es irgendwann zu Beginn eine Zeit, in der die Förderung des Öls noch Null ist. Dann kommt die Förderung und irgendwann in der Zukunft ist die Förderung wieder Null. In der Zwischenzeit wächst die Förderung an, erreicht im einfachsten Fall einen Höhepunkt und fällt wieder ab.

Der Förderverlauf in einzelnen Regionen hat typischerweise zunächst einen steilen Anstieg und dann ein etwas langsameres Abflachen. Allerdings wirken sich auf den Förderverlauf gerade in begrenzten Fördergebieten eine Reihe von Faktoren aus, so dass der tatsächliche Verlauf auch eine ganze Reihe von Maxima aufweisen können. Beispielsweise ist ein einem Feld in den USA Öl in den tieferen Schichten erst entdeckt und erschlossen worden, als die Förderung aus einer darüberliegenden Schicht bereits deutlich zurückgegangen war. Dort hat der Förderverlauf nun 2 Maxima.

hubbert-curve-fig-11

Literatur
Marion King Hubbert (1956): Nuclear Energy and the Fossil Fuels, pdf.

 

Die Hubbert-Kurve für die USA

Für die USA prognostizierte Hubbert 1956 folgenden Verlauf:

hubbert-curve-fig-21

 

Die tatsächliche Ölförderung bis 2010 (noch ohne das Tight Oil) sieht so aus:

Erdoelfoerderung-USA-1935-2010
Quelle: www.jenny.ch, Originaldaten?

 

Prognose des globalen Peaks

M. K. Hubberts Prognose des globalen Peaks von 1956 war 1995.

hubbert-curve-fig-20

Damit lag er nicht richtig. Zum Teil wegen des politisch bedingten Abflachen des Ölverbrauchs, zum anderen weil sich die Ölressourcen als größer herausgestellt haben.

 

 

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